Geschichte

1310

17. November Erwähnung des Worts Fasnet in einer Urkunde. An das Spital müssen Hühner abgegeben werden.

1360

Predigt über Fasnetsküchle in der Predigerkirche.

1501

300 Personen aus Schaffhausen möchten nach Rottweil zur Fasnet. Dies wird verboten.

1502

Beleg über die Spende von zwei Ochsen für die Trinkstuben Rottweils vom Abt von St. Georgen.

1546

Erster Erwähnung von Larven und Verkleidung im Rottweiler Stadtrecht.

1653

Die Jesuiten kommen nach Rottweil. Sie erklären der Fasnacht den "Heiligen Krieg".

17. Jhdt.

Erste Erwähnung eines Umzuges in einem Ratsprotokoll. Es gibt Streit zwischen Bäcker- und Schmiede- Gesellen, wer die ersten beim Umzug sein dürfen. Die Narrenzunft ist Organisator der Fasnet. Die Junggesellen der Zünfte sind an der Fasnet in der Organisation der Engelsgesellen vereinigt. Sie stellen den Narrenmeister, der die Polizeigewalt hat. Ein Brauch ist das Lebkuchen holen. Im Kloster Rottenmünster werden an der Fasnet ein Lebkuchen abgeholt und in die Stadt getragen. Hintergrund: Die Gesellen haben beim Löschen eines Brandes im Rottenmünster geholfen.

1666

Die Narrenzunft darf am Montag und Dienstag Fasnet machen. Beim Läuten der Torglocke musste das Narren beendet werden.

1803

Rottweil wird württembergisch und ist keine Reichsstadt mehr. Die Württemberger entziehen der Zunft die Polizeigewalt und lösen sie auf. Die Zunft arbeitet im Untergrund weiter. Es gibt immer wieder Fasnets- Verbote. In der Folgezeit erfolgt es eine Spaltung der Fasnet. Die Handwerker machen Fasnet, die Oberschicht macht Saalveranstaltungen.

1855

Der Federhannes wird erwähnt.

1861

Viktor Gaßner veröffentlicht ein Programm der Fasnet.

Auszug: Montagmorgen um 8 Uhr großer Umzug der Narrenzunft mit Bröllersrößle, Schürmaiers Guller, ...

1870/71

Erste Darstellung der Narren auf einem Foto. Es entsteht anlässlich der ausgefallenen Fasnet während des Deutsch- Französischen Krieges.

1882

Heinrich von Besele komponiert den Narrenmarsch.

1888

Die Narrhalla wird gegründet. Sie organisierte den Narrensprung am Montagmorgen und veranstaltet Scherzabende.

1892

Eine Narrenzeitung mit dem Namen Narrenblättle erscheint.

1898

Die Fasnachtsvereinigung Heiterkeit wird gegründet. Sie veranstaltet überwiegend Scherzabende.

1902

Nur noch 15 - 20 Narren sind unterwegs. Darauf hin regt die Wirtin des Gasthauses "Kamel" die Wiedergründung der Narrenzunft an.

1903

Am 30. Oktober wird die Narrenzunft im Gasthaus Marder tatsächlich wieder gegründet. Die erste Bezeichnung ist: Narren- Verein Rottweil. Carl Pfister wird als Vorstand gewählt.

1904

Die Narrenzunft organisiert den Narrensprung am Dienstagmorgen.

1905

Beteiligen sich bereits 80 Narren am Narrensprung am Dienstagmorgen.

1906

Der Lange Mann wird wieder aktiviert.

1907

"Schiermaiers Guller" beteiligt sich wieder an der Fasnet.

1908

Es werden drei Narrensprünge veranstaltet. Es finden nun auch Umzüge am Nachmittag statt.

1909

Verordnung der Stadt: Die Zuschauer sollen die Straße freihalten. Der Vorstand des Vereins ist der Narrenmeister.

1910

Letzter historischer Umzug mit dem Thema Besuch Rottweils durch Rudolf von Habsburg.

1911

Der Narrenmarsch des Musikdirektor Heinrich von Besele wird von Musikdirektor Sander als Militärmarsch umgeschrieben und an der Fasnet gespielt.

1912

Erste Filmaufnahmen von der Rottweiler Fasnet.

1914

Rottweiler Narren begrüßen König Wilhelm II. von Württemberg am Bahnhof.

1920

Die Narrenzunft nimmt ihre Arbeit wieder auf.

1922

Erster genehmigter Narrensprung nach dem I Weltkrieg. Otto Wolf verfasst den Text des Narrenmarsches.

1923

Die Fasnet fällt aus, weil französische Truppen ins Ruhrgebiet einmarschiert sind.

1924

Die Narrenzunft ist Gründungsmitglied der Vereinigung schwäbisch- alemannischer Narrenzünfte.

30er

Das Abstauben wird eingeführt.

1940

Im Zweiten Weltkrieg findet die Fasnet nicht statt.

1947

Die französische Besatzungsmacht genehmigt einen Narrensprung.

50er

Die Proklamation wird eingeführt.

1953

Die Narrenzünfte Elzach, Rottweil und Überlingen treten aus der Vereinigung schwäbisch- alemannischer Narrenzünfte aus. Sie schließen sich zu einer losen Vereinigung zusammen.

1958

Oberndorf schließt sich Elzach, Rottweil und Überlingen an.

1974

Die Abnahme der Narrenkleider durch die Narrenzunft wird eingeführt.

1981

Der Bettelnarr wird durch eine Gruppe des Stadtjugendrings wiederbelebt.

1991

Die Fasnet fällt wegen des Golfkrieges offiziell aus.

 

http://www.narrenzunft-rottweil.de/