Goldener Guller 2016

Hintergrund

Rottweil gehört zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Tausende strömen an der Fasnet ins Städtle, um dem Treiben der Narren zuzusehen, die sich ansonsten in der Vorfasnetszeit ziemlich rar machen. Die Rottweiler Narrenzunft gehört keinem der närrischen Dachverbände an, in denen sich die Zünfte im schwäbisch-alemannischen Raum zusammengeschlossen haben.

Vor über 50 Jahren haben sich die Narrenzünfte Elzach, Überlingen, Oberndorf und Rottweil zum „Viererbund“ zusammengeschlossen. Nun findet alle drei bzw. vier Jahre ein Narrentag statt, der abwechselnd in einem der vier Städte ausgetragen werden.

Der nächste Narrentag findet im Jahr 2017 in Rottweil statt. Zuletzt war Rottweil 2003 Gastgeber. Man sieht an der langen Zeitspanne und dem Begriff „Narradag“, dass dies ein besonderes Ereignis ist und sich somit auch von den vielen jährlichen Narrentreffen anderer Narrenzünfte/-vereinigungen unterscheidet.

Etwas ganz Besonderes oder auf gut schwäbisch: „Ebbes ganz Bsondres“. Heimat und Tradition prägen die historische Fasnet in allen vier Städten und bilden somit das Fundament des Viererbunds. Im Laufe der vielen gemeinsamen Jahre sind zudem viele Freundschaften entstanden. Somit ist auch die Freundschaft ein Pfeiler der Narrentage geworden. Aus diesen Gedanken heraus, soll der Narradag 2017 in Rottweil ein Fest des Brauchtums für jung und alt sein.

Für die Öffentlichkeitsarbeit werden die offiziellen Plakat für den Narradag im Laufe des Jahres 2016 vorgestellt. Diese wurden von einem erwachsenen Künstler gestaltet.

Aber was bedeutet der Narradag speziell für junge Narren und Zuschauer? Was ist daran Besonders, wenn es heißt „Vier Narren Hier“?
Zu dieser Fragestellung haben insgesamt 30 Schüler aus Rottweil 10 kreative Plakate gestaltet. Die Prämierung hat bereits stattgefunden. Die offizielle Preisübergabe und Vorstellung des Siegerplakats erfolgt im Rahmen der Infoveranstaltung zum Narrentag am 04. November 2016.

Als Ergänzung zu den offiziellen Plakaten wird deshalb das Siegerplakat des „Goldenen Gullers 2016“ in die Öffentlichkeitsarbeit integriert. Die prämierten Plakate werden zudem im Rahmen einer Ausstellung am Narradag präsentiert.

Die Narrenzunft Rottweil freut sich auf die Gedanken von Schülern aus Elzach, Oberndorf, Überlingen und Rottweil zu unserem gemeinsamen Narradag im Jahr 2017.

Die Aufgabe: 4 Narren Hier - Narradag 2017 in Rottweil

Gebt alles! Holt Euch den Goldenen Guller!
… und einen der Preise im Gesamtwert von 1.000 € (1. Preis: 250 €)

Eingereicht werden können eigens entworfene Plakate (Format: DIN A2)
Einsendeschluss: 06.06.2016
Teilnehmer: Schüler ab der 5. Klasse

Kontakt
Die Arbeiten können entweder digital eingereicht werden unter:
goldenerguller@narrenzunft-rottweil.de
oder - ausreichend geschützt verpackt - postalisch an die Narrenzunft geschickt werden:
Narrenzunft Rottweil
Hauptstr. 1 - 78628 Rottweil
oder
Spedition Hugger
Schramberger Str. 93 - 78628 Rottweil

Plakat - Format DIN A 2
Funktion des Plakats:
Das Plakat soll Teil der Öffentlichkeitsarbeit für den Narradag 2017 werden und in Elzach,Überlingen, Oberndorf und Rottweil auf das Ereignis aufmerksam machen und insbesondere junge Menschen ansprechen.
Es wird integriert auf ein Plakat mit dem offiziellen Logo.
Die inhaltliche Umsetzung ist hierbei jedoch völlig offen.
Die Umsetzung kann in unterschiedlicher Art geschehen, hierfür gibt es keine Einschränkungen.
Beispiele hierfür:
Textplakat: Der Inhalt wird mittels Sprache und Typografie vermittelt.
Bildliche Lösungen: Der Einsatz von Fotografien, Zeichnungen oder Grafiken.
Eine Kombination von beiden Elementen.
Auch die Umsetzungstechnik ist nicht beschränkt.
Das Plakat muss als Plakat wirken.
Es soll möglichst schnell die Botschaft („Narradag“, „4 Narren Hier“) vermitteln.
Es sollte interessant und kreativ sein.

Formular
Einverständniserklärung

 


Goldener Guller 2014

Larve n`ab  in der Innenstadt

Rottweil gehört zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Tausende strömen an der Fasnet ins Städtle, um dem Treiben der Narren zuzusehen, die sich ansonsten in der Vorfasnetszeit ziemlich rar machen. Die Rottweiler Narrenzunft gehört keinem der närrischen Dachverbände an, in denen sich die Zünfte im schwäbisch-alemannischen Raum zusammengeschlossen haben. Und die Rottweiler Narren fehlen auch bewusst bei den vielen Narrentreffen, die landauf, landab an den Wochenenden vor Fasnacht stattfinden.

Trotz oder gerade wegen der Einschränkung der närrischen Aktivitäten auf die Kernstadt sind die Bürgersleute stolz auf ihre Fasnet. Der Stolz, den die Rottweiler für ihr Fasnet empfinden, hat aber auch etwas mit der Tradition zu tun, die jede Fasnet wieder gelebt wird; man kann sich von ihren Regeln und Ritualen tragen lassen. Wichtig zum Verständnis der Rottweiler Fasnet ist,  dass diese nicht Sache eines Vereins unter vielen anderen und schon gar nicht Hobby von einzelnen Brauchtumspflegern ist. „Die Regeln und Rituale stellen vielmehr ein Jahr für Jahr gemeinschaftlich gelebtes Ereignis dar, dem viele entgegenfiebern und das nachher für Wochen Gesprächsstoff bietet“, meint Zunftschreiber, Frank Huber. Ergänzend fügt der 1. Narrenmeister, Christoph Bechtold hinzu: „Die Rottweiler Fasnet lebt eben von einem Jahrhunderte alten Code, den ein Außenstehender allerdings kaum wirklich knacken kann.“. Zu diesen Regeln gehört der schwäbische Dialekt, der beim Aufsagen eine Rolle spielt, da sind die Anspielungen auf stadtbekannte Personen und Ereignisse und da ist der Mutterwitz, der Niemand zu Leid und jedem zur Freud sein soll. Zu den wichtigsten Gesetzen der Rottweiler Fasnet überhaupt aber gehört, dass der Narr in der Öffentlichkeit nie seine Larve abnimmt oder lüftet. Sich mit gelupfter Larve im Lokal oder in der Innenstadt für jedermann zur Schau zu stellen, steht in diametralen Widerspruch zur Uridee der Fasnet - nämlich der Vermummung. Damit dieses kulturelle Erbe nicht verscherbelt wird, wäre es schön, wenn sich stattdessen alle Narren an diese Urvätersitte wieder erinnern würden. Auch die Narrenzunft Rottweil will sich wieder verstärkt in den nächsten Jahren diesem Thema ins widmen. Die Narrenzunft Rottweil lobt deshalb den diesjährigen Aktions- und Medienpreis „Goldener Guller 2014“ zu dem Thema Vermummung aus. Dieser Preis würdigt Plakate und Videoclips von Personen, die die „Vermummung an der Fasnet“ künstlerisch bearbeiten.


 Sieger Goldener Guller

Aaron Mayer und Nick Frank aus Rottweil.
Link zum Siegervideo: http://youtu.be/7wA6p2Nnl7c


 
http://www.narrenzunft-rottweil.de/