Fasnetshandwerker

Fassmaler

Rottweiler Larven wurden und werden aus Lindenholz geschnitzt und dann bemalt. Diese Bemalung ist die Fassung. Das Fassmalerhandwerk entstand aus dem Handwerk der Maler im 15. Jahrhundert. Aus dieser Zeit sind in vielen Städten eigenständige Meisterprüfungen im Vergolder- und Fassmalerhandwerk bekannt. In der Spätgotik wurde versucht, der Skulptur ein möglichst realistisches Aussehen zu geben. Ein alter Ausdruck für Fassmaler ist „Staffiermaler", im 18. Jahrhundert war im deutschen Raum auch die Bezeichnung „Peintre-doureur" üblich. Im Mittelalter wurden alle Holzskulpturen mit einer farbigen Fassung versehen.

Der Fassmaler gab und gibt der Skulptur oder Larve ihr eigentliches Aussehen. Er kann mit der Fassung den Charakter der Larve bestimmen.


Fassmalerzeichen

Larven aus Rottweil, Villingen, Bonndorf und vielen Orten der Baar haben zum Teil eine Besonderheit: sie haben ein Fassmalzeichen. Dieses ist meist im Bereich der Schläfen angebracht und hat oft die Form eines Mondes oder der Sonne und ist mit Punkten, Tropfen oder Speeren vervollständigt. Über die Bedeutung der Zeichen gibt es keine gesicherten Angaben. Sie sind heute die Signatur des Fassmalers. Diese Art der Signatur ist nicht weit verbreitet, sie kommt nur in den oben genannten Gebieten vor. Jeder Maler hat sein eigenes Zeichen oder hat es von einem Vorfahren übernommen. In Rottweil sind einige dieser Zeichen bekannt. Sie wurden von Karl Lambrecht zusammengetragen und auch in den Rottweiler Heimatblättern veröffentlicht. Weitere Zeichen wurden von Uli Hezinger gesammelt. Ein paar wenige sind aber noch unbekannt. Es wäre für die Forschung der Fasnet interessant, auch diese Fasszeichen noch zu enträtseln.

Falls Sie hier ein Zeichen dieser Zusammenstellung finden, über das Sie weitere Informationen haben oder weitere Zeichen kennen, wäre es für die Vervollständigung eine große Hilfe, wenn Sie Ihre Informationen an uns weiter geben würden.

Vielen Dank für ihre Mithilfe.

Zeichen von welchem der Fassmaler bekannt sind:

Abele Johannes Aiple Mathias Aiple Mathias Breucha Ferdinand
       
Breucha Ferdinand Breucha Hermamm Bühl Christian Burkhard Michael
       
Burry German Busch Hans-Jörg Dorn Eugen Drobny Stephan
       
Eberle Adolf Eberle Adolf Frank Kunibert Frank Werner
       
Göhler Michael Günthner Herbert Günthner-Schürmann Heidi Gulde Jürgen
       
Huber Johannes
Hattler Franz
Schlecht Waltraud geb. Hattler
Haunstetter Robert,
Monika
Heimburger Gerd Herman Josef (Kino)
       
Hettich Alfons geb. Häfele Hertkorn Christoph Jens Jäger Jens Jäger
       
Joas Werner Kammerer Hans Karrais Hans-Jörg Karrais Franz
       
Ketterer Manfred Kramer Helmut Kramer Helmut Langenfeld-Eyland Tanja
       
Lang Andreas Lochmann Lutz Lorer Wolfgang Mager Eugen
       
Mager Paul Maier Günther Müller Georg Müller Reiner
       
Schmid Markus Schmid Markus Schneider Winfried  Sellner Harald
       
Sieber Thomas Speiser Klaus Trouillet Ralf (Schuss) Volk Gabriele
       
Weckenmann Gerhard Weger Walter,
Sylvia Sbarra (Tochter)
Weger Walter,
Sylvia Sbarra (Tochter)
Weißhaar Peter
       
   
Wilde Jürgen Winz Walter    
       

Zeichen von welchen die Larven bekannt sind:

Narrenengel nach 1885, Maler unbekannt, könnte von German Burry sein
     
s' Marxbecka Federahannes um 1800, Maler unbekannt
linke und rechte Seite ist unterschiedlich
     
s' Reichstadte Schantle vermutlich aus dem frühen 18 Jh.
     
Federhannes ohne Rollkinn vermutlich Mitte 19. Jh.
     

Unbekannte Zeichen

       
       
   

 

 
http://www.narrenzunft-rottweil.de/